Als militante Strandgegnerin in meinem Freundeskreis bekannt, wurde ich unter dem Vorwand den Geburtstag eines Freundes zu feiern, an einen – so die Befürwörter der Stranddiktatur- wunderschönen „Dorf“- Strand geschleift, an dem es angeblich eine kleine Strandbar geben sollte, wo ich mich von den Strapazen der erstickenden Hitze erholen könnte. Als wir aber an unser Ziel ankamen, wurde mir erst das Ausmaß des Übels, das mir bevorstand bewusst: ich war von hunderten nackter und roter Körper umgeben, die sich unter der sengenden Hitze in der Sonne brieten. Die Strandpartei deutete dann mit einer böswilligen Geste auf die Regeln dieses schrecklichen Ortes, die auf einem großen Schild auf das heilige Strandgesetz aufmerksam machten: „In diesem Areal ist das Tragen von Kleidern verboten.“

Wenn für mich schon allein der Gedanke an den Strand zu gehen absolute Ablehnung auslöste, dann war die Idee an einen Nacktstrand zu gehen für mich vollkommen undenkbar und stellte ohne Zweifel den schlimmsten aller Fälle dar. Nichts desto trotz, fand ich mich plötzlich und ungewollt auf feindlichem Gebiet wieder, und nach großen Protest, hab ich mich den Regeln des Strandes gebeugt: ich habe mich entkleidet. Nach einigen sehr stressigen Momenten, beschloss ich einfach mich zu entspannen. Und plötzlich fiel mir auf, wie wunderschön und ruhig dieser Ort war. Nicht in meinen wildesten Träumen hätte ich mir ausmalen können, dass Nudisten so entspannt und ruhig sein würden. Da es tatsächlich- und entgegen aller Versprechen- keine Strandbar gab, waren weit und breit keine schrecklichen „Cafe del Mar“ – Klänge zu hören, wie auch keine anstrengenden Betrunkenen zu sehen. Niemand kam und wollte uns irgendwas verkaufen. Sogar die Kinder, die normalerweise am Strand rumschreien, bauten in aller Seelenruhe ihre Sandpaläste.
Obwohl ich mich immer noch nicht glaube, dass ich zur Strand-religion bekehrt wurde, so wurde ich in jedem Fall doch ziemlich überrascht! Wenn du dir nichts Besseres vorstellen kannst, als auf dem Strand die Sonne auf der Haut zu fühlen, dann miete Appartments in Lissabon. Dort kannst du dann die Atlantikküste entlangfahren und die schönsten Strände finden. Auf deinem Weg wirst du die unglaublichsten Aussichten und unberührte Sandgruben finden, wie beispielsweise am Martinhal Strand in Sagres, oder in der Playa do Zavial in Raposeira, Strände, wo das Nacktbaden erlaubt sind. Natürlich darfst du auch nicht die Strände von De Meco, Adraga, Ursa, de Bicas, Sintra und Sesimbra verpassen.,..







July 15th, 2010 at 8:33 am
Im Osten war das ja Gang und gäbe, dass die Freikörperkultur betrieben wurde. Meine Eltern waren auch bekennende Befürworter. Ich finde auch nichts schlimmes daran. Es gibt wenigstens keine hässlichen weißen Bikinistreifen.